Freies Wort: Traurig, aber nicht schlecht

Datum: Freitag 23. April 2010 / Kategorie: Presse

Filbrich und Lesser sind Frankenhainer Aushängeschilder
(Von Berit Richter)

Frankenhain - Jens Filbrich und Erik Lesser waren im
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Die Sektionsleiterin des SV Eintracht, Angela Barchewitz, sprach mit Erik Lesser und Jens Filbrich. Foto: B. Richter
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zurückliegenden Winter die Aushängeschilder des SV Eintracht Frankenhain. Während für den Skilangläufer Olympia in Vancouver das große Ziel war bei dem nicht alle Blütenträume reiften, konnte der Nachwuchsbiathlet beim Abwintern auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken.

"Mein Saisonhöhepunkt war natürlich Olympia. Die erhoffte Medaille hat es leider nicht gegeben", blickte Jens Filbrich zurück. Trotzdem mag er nicht von einer verkorksten Saison reden. "Eine traurige, aber keine schlechte, war es", so sein Fazit. Denn eigentlich war Platz Sechs in seiner Spezialdisziplin Skiathlon ja alles andere als schlecht.

Doch wäre mehr drin gewesen, hätte er nicht uneigennützig Teamkamerad Tobias Angerer unterstützt? Eher nein, glaubt Jens Filbrich. "So wie der Rennverlauf war, wäre vielleicht Rang fünf drin gewesen, mehr nicht", sagte er. "Ob ich bei einem Zielsprint eine Chance gehabt hätte, wer weiß?"

Mehr schmerzt da schon die verpasste Staffelmedaille auf Grund der falschen Skiwahl. "Der Wetterbericht sagte nachlassenden Schneefall voraus. Wäre das eingetreten, wären wir die Helden gewesen. Doch es kam anders." Die Enttäuschung nahm wohl auch anschließend etwas die Energie für den 50-Kilometer-Kanten. "Ich konnte schon auf den ersten Kilometern nicht mithalten", bedauerte Fibser.

Doch mittlerweile ist die Saison abgehakt und geht der Blick wieder nach vorn, verspricht der kommenden Winter mit den Weltmeisterschaften am legendären Holmenkollen doch ebenfalls einen besonderen Höhepunkt. "Auch dort stehen wieder interessante Rennen an, mit dem Skiathlon, dem Fünfziger und natürlich der Staffel", sagt Jens Filbrich. Bis Sotschi 2014 mag er noch nicht planen. "Das mache ich Jahr für Jahr, aber vom Alter her wär's auch kein Problem.

Auch Erik Lesser träumt höchstens mal entfernt von Olympia. Nach erfolgreichen Juniorenjahren und zwei Titeln bei der Heim-Weltmeisterschaft im Sommerbiathlon absolvierte der Enkel von Skilangläufer Axel Lesser seine erste Saison bei den Männern. Mit Platz fünf in der IBU-Cupgesamtwertung und Rang zwei im Einzel gelang dies erfolgreich. Doch was Lesser von "einer sehr schönen Saison mit deren Ergebnissen ich sehr zufrieden bin" sprechen lässt, ist vor allem die Europameisterschaft in Otepää. Gold mit dem deutschen Staffelquartett folgte Silber in der Verfolgung. "Schon im Einzel wäre eine Medaille drin gewesen, da habe ich es mir durch Flüchtigkeitsfehler beim Schießen vermasselt, wie so oft in dieser Saison", erklärte Erik Lesser. Dass er anschließend im finnischen Kontiolahti auch noch sein Weltcupdebüt feiern durfte, setzte der Saison die Krone auf.

"Daniel Böhm hatte auf seinen Start verzichtet, so rückte ich nach", erinnerte sich Erik Lesser. Der Bundestrainer setzte ihn gleich in der Mixedstaffel ein, zusammen mit Kati Wilhelm und Magdalena Neuner. "Die ersten zwei Tage war die Atmosphäre schon etwas anderes, aber das Rennen war dann eines wie jedes andere auch: Der zweite Platz der Deutschen kam nicht zuletzt Dank der starken Leistung des gebürtigen Suhlers zustande. Trotzdem sieht sich Erik Lesser im kommenden Winter nicht unbedingt im Weltcupteam. "Die Konkurrenz ist stark", sagt er. "Mein Ziel ist der IBU-Cup und vor allem die Europameisterschaft."