Freies Wort: Saison für Jenny und Fibs

Datum: Samstag 28. März 2009 / Kategorie: Presse
Geschenkübergabe

Frankenhainer begrüßen ihre Sportler herzlich bei Dauerregen
Frankenhain – „Für manche hätte dieser Winter ruhig noch weiter gehen können.“ Als Annett Schwarz, 2. Vorsitzende des SV Eintracht Frankenhain, diese Worte sprach, war von Winter wenig zu spüren. Vielmehr herrschte Dauerregen zur Begrüßung der erfolgreichen Wintersportler. Jens Filbrich, mit Langlauf-Staffelsilber von den Weltmeisterschaften aus Liberec zurück gekehrt, und Jennifer Horn, als mehrfache Biathlon-Jugendmeisterin und Erste im Deutschlandpokal auf dem besten Weg in Katrin Apels Skispur zu laufen, wurden nichtsdestotrotz auf der Bühne vor der Gemeinde von vielen Fans begrüßt.

Da lobte sie Landrat Benno Kaufhold als „Botschafter des Ilmkreises“, dankte Frankenhains Bürgermeister Peter Pabst „den Übungsleitern hinter den Erfolgen“ und betonte Kreissportbundvorsitzender Alois Bühls: „Wir alle sind stolz auf euch“. Der Frankenhainer Biathlonnachwuchs wollte derweil einfach mal seinen Vorbildern die Hände schütteln und Autogramme sammeln. Am Ende konnten die beiden Sportler die vielen Blumen und Präsente kaum noch tragen.

Eigentlich sollte noch ein Dritter mit geehrt werden. Erik Lesser, Gold- und Silbermedaillengewinner bei der Junioren-Weltmeisterschaft und zuletzt dreimal im IBU-Cup siegreich, musste aber passen. Die Bundeswehr hatte den Sportsoldaten zur Pflicht gerufen.

Für Jennifer Horn war es der erste Empfang und die junge Athletin fand es einfach „nur cool.“ Mehr Übung hat Jens Filbrich. „Es ist jedes Jahr wunderschön, hier mit euch zu stehen“, dankte er für den „wunderbaren Empfang“.

Nachdem die Autogrammwünsche erfüllt waren, blieb Zeit auf die Saison zurück zu blicken. „Ich bin zufrieden“, sagte Filbrich. „Ich habe eine Medaille, also war es eine erfolgreiche Saison.“ Als Startläufer der Männerstaffel hatte er in Tschechien die Grundlage für Silber geholt. Seit Jahren läuft Filbrich auf dieser Position, muss sich im Kampf Mann gegen Mann bewähren und somit eine gute Ausgangsposition für seine Kameraden schaffen. „Vor allem die Norweger versuchen auf den klassischen Distanzen einen Vorsprung heraus zu laufen“, blickte er zurück. In Liberec verhinderte Filbrich dies erfolgreich.

Auch seinen 23. Platz im Gesamtweltcup wertete der gerade 30 Jahre alt gewordene Skilangläufer als Erfolg. „Die Weltspitze ist in den letzten zwei bis drei Jahren immer größer geworden“, sagt er. Trotzdem konnte Filbrich noch von jedem Großereignis eine Medaille mitbringen. Das soll auch 2010 bei Olympia in Vancouver so sein. „Vielleicht wird es ja mal eine Goldene“, hofft der Wahl-Gossler, der bisher Silber und Bronze sein Eigen nennen darf. Die Fans aus Frankenhain und Gossel werden ihm auch dann wieder fest die Daumen drücken, vielleicht ja sogar einige wie zur WM direkt an der Loipe. Vorher jedoch steht ein ganz anderer Höhepunkt im Hause Filbrich an. Lebensgefährtin Janet erwartet im Mai ihr erstes Kind und deshalb ist zumindest Jens Filbrich auch gar nicht traurig, dass der Winter vorbei ist. br
 

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