Freies Wort: Die Schönheit des Thüringer Waldes

Datum: Montag 19. April 2010 / Kategorie: Presse

Mehr als 350 Freizeitsportler gehen beim Lange-Bahn-Lauf rund um Mäbendorf an den Start

Suhl-Mäbendorf - Es gab verschiedene Gründe, warum trotz vieler konkurrierender Laufveranstaltungen in Thüringen und im benachbarten Frankenland gut 350 Freizeitsportler am Samstag beim 32. Lange-Bahn-Lauf mit Start und Ziel in Mäbendorf an den Start gingen. Einen wichtigen Grund nannte der fränkische Läufer Matthias Loch vom TSV Scheßlitz - und sprach damit wohl stellvertretend für die meisten Teilnehmer. "Auf einer so schönen Strecke bin ich noch nie gelaufen", sagte der 25-Jährige, der im Herbst dieses Jahres in Frankfurt am Main seinen ersten Marathon bestreitet und beim 32. Lange-Bahn-Lauf in 40:03 Minuten 13. der Gesamtwertung über zehn Kilometer wurde. "Als ich beim Scheßlitzer Osterlauf die Ausschreibung des Lange-Bahn-Laufes in die Hände bekam, wollte ich diesen Lauf unbedingt kennen lernen. Für meine Vereinskameraden und mich steht fest, dass wir im nächsten Jahr mit noch mehr Scheßlitzer Läufern wiederkommen werden."

Familiär, aber gut organisiert

Es ist vor allem die familiäre Atmosphäre - verbunden mit einer ausgezeichneten Organisation - die den Lange-Bahn-Lauf attraktiv macht. Das honoriert man auch vor Ort, wie Übungsleiter René Förter vom Suhler Döllbergverein durchblicken ließ: "Im vorigen Jahr haben wir hinter dem Team vom Rennsteiglaufverein/LG Süd in der Teamwertung den zweiten Platz belegt. Das war für uns ein Ansporn, diesmal mit noch mehr Aktiven von den Bambinis bis hinauf zu den Erwachsenenaltersklassen dabei zu sein."

Ein Mannschaftswettbewerb, bei dem die Anzahl der Teilnehmer ausschlaggebend ist, motiviert zum Laufen. Das sagten sich auch die Frauen und Männer, die unter dem Namen "Schmeheim & Freunde" antraten und im Vorfeld des Wettbewerbs viele Sportler mobilisiert hatten. Thomas Schwarz sprach seine Kollegen von der Suhler Tunnelfeuerwehr an und legte ihnen nahe, unbedingt an den Start zu gehen, um die Teamwertung zu gewinnen. An Dennis Kummer als bestem Zehn-Kilometer-Läufer der Schmeheimer Mannschaft lag es jedenfalls nicht, dass man der LG Frauenwald den Vortritt lassen musste. Doch letztlich durften sich alle als Sieger fühlen, die sich bei bestem Frühlingswetter für die Veranstaltung rund um Mäbendorf entschieden hatten.

Anke Härtl vom TV 1848 Coburg verzichtete extra auf das Mitwirken an der Halbmarathon-Meisterschaft im Freistaat Bayern, um ihren Vorjahrserfolg auf der 21-km-Strecke zu wiederholen. Dies gelang ihr, und die Berglauf-Vizeweltmeisterin verbesserte ihre 2009 aufgestellte Bestzeit sogar um fast eine Minute auf nun 1:34:42 Stunden. "In Vorbereitung auf die Senioren-Berglauf-Europameisterschaft am 16. Mai in der Nähe von Barcelona war der Lange-Bahn-Lauf für mich ein überaus gelungener Test", sagte die 44-Jährige, die Steffi Wernicke vom WSV Oberhof 05 (1:45:19 h) souverän auf den zweiten Platz verwies.

Ein gut besetztes Feld konnte Organisationschef Stefan Neidhardt auch bei den Männern auf die Halbmarathondistanz schicken. Dabei feierte Stephan Bayer (RLV/LG Süd) aus Mengersgereuth-Hämmern in einer Zeit von 1:18:47 h seinen nunmehr zwölften Triumph. "Mir ist der Sieg trotzdem schwer gefallen, denn ich hatte mit Jens Fleischhauer aus Schalkau einen leistungsstarken Gegner im Nacken", sagte der 47-jährige Klempnermeister anerkennend. Übrigens baute Bayer seine Serie aus. Immer, wenn er beim Lange-Bahn-Lauf an den Start ging, erkämpfte er sich mindestens einen Podiumsplatz.

Auf der Distanz über zehn Kilometer gab es einen ähnlichen Einlauf wie im Vorjahr. Marcel Bräutigam vom RLV/LG Süd aus Frankenhain siegte in 35:09 min vor Vereinskamerad Steffen Meyer (35:49 min). Der Suhler Michael Herr vom LAC Degerloch, der 2009 Dritter geworden war, musste sich im Kampf um Bronze diesmal dem Coburger Christian Witt beugen und belegte Rang vier.

Rennsteiglauf fest im Visier

Nach Silber im Vorjahr feierte Silvia Färber-Pfannschmidt in 49:12 min ihren ersten Gesamterfolg über 10 km bei den Frauen. Jetzt freut sich die Erlauerin schon auf den Slusia-Lauf am 25. April in Schleusingen. Zugleich bereitet sie sich wie viele weitere Teilnehmer des Lange-Bahn-Laufes nicht nur auf den Rennsteiglauf am 8. Mai, sondern auch auf den Rennsteig-Staffellauf vor. abe (TV Coburg) das Tempo und feierte in 1:18:48 h ihren ersten Sieg in Heyda. scw