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Autor: Skiverein Eintracht Frankenhain e.V.
SV Eintracht Frankenhain weicht zum Saisonabschluss nach Geschwenda aus
Von Berit Richter
Frankenhain - Nach der WM ist vor der WM könnte man mit Blick auf die Frankenhainer Biathleten des SV Eintracht sagen. So war denn das traditionelle Abwintern geprägt von Rückblicken auf die vergangenen Junioren-Weltmeisterschaften und die Nordischen in Liberec, welche für eine Thüringer Fan-Delegation zum speziellen Höhepunkt wurden, und der Vorschau auf die Titelkämpfe im Sommerbiathlon im kommenden September. Aber natürlich kam auch all das, was dazwischen liegt und lag nicht zu kurz.
Erstmals winterten die Frankenhainer im fremden Revier ab, nämlich im Geschwendaer "Diemelsee." Zu Hause gibt es einfach keinen Raum mehr, der all die Biathleten, ihre Angehörigen und die Förderer des Vereins fassen könnte. Auch dies ein Zeichen für die stetige erfolgreiche Arbeit und den wachsenden Zuspruch. So gab es von Abteilungsleiter Silvio Eschrich denn auch erst einmal ein großes Dankeschön an Sponsoren, die zahlreichen Helfer bei den sportlichen Großereignissen in Oberhof und den eigenen Wettkämpfen sowie an die Eltern, welche ihre Kinder zum Training und Wettkampf fahren. Längst kommt der Biathlonnachwuchs nicht nur aus Frankenhain und Umgebung, sondern auch aus Langewiesen, Manebach, Stadtilm und Plaue.
In die Fußstapfen der Großen
Viele waren es, welche dann auf der Bühne ihren verdienten Applaus und eine kleine Ehrung entgegen nehmen konnten. Darunter waren natürlich die Großen wie Vizestaffelweltmeister Jens Filbrich, Erik Lesser, mit Gold und Bronze von der Junioren-WM zurück gekehrt und zum Saisonabschluss dreimal im IBU-Cup siegreich, Robin Kiel, Gesamtsieger im Alpen und Deutschlandcup der Männer oder Jennifer Horn, auch sie Erste im Deutschlandpokal und als goldgeschmückte Teilnehmerin der internationalen Jugendspiele.
Der Frankenhainer Biathlon-Verein ließ die Saison ausklingen - und ehrte die erfolgreichen Nachwuchssportler.
Doch auch diejenigen, die in ihre Fußstapfen treten wollen, kamen zu Ehren, darunter Erik Oertel, Fünfter in der Endwertung des Deutschen Schülercups der Altersklasse 15. Frank Winkler erwies sich als bester Schütze aller 14-Jährigen und ließ oft den körperlich größeren Gegnern das Nachsehen. Nun wird er im neuen Schuljahr genauso zum Oberhofer Sportgymnasium wechseln wie Heidi Jann. Dann waren da auch die ganz Jungen, wie Max Barchewitz, die Nummer Eins der Thüringer Rangliste in der AK 11 oder Tobias Heutling, die Nummer Zwei, einen Jahrgang darüber. Doch auch jene Sportler, bei denen auf Grund von Krankheiten nicht alle Blütenträume reiften, oder die in ihrer sportlichen Entwicklung noch nicht so weit sind, gab es Anerkennung.
So konnte Silvio Eschrich dann von einem "sehr schönen Winter", der "für unseren Verein sehr erfolgreich war", sprechen. Anteil daran hat vor allem die Athletentrainingsgruppe vom Uwe Lesser, die mittlerweile von 18 auf 27 angewachsen ist. Der Trainer bescheinigt ein "sehr gutes Klima und hohe Einsatzbereitschaft" sowie eine "sehr gute Zusammenarbeit aller Trainer. Auch wenn noch lange nicht alles funktioniert hat und funktioniert, der existierende Wille, etwas gemeinsam bewegen zu wollen, ist eine wichtige Quelle für unsere Arbeit."
Auch wenn das Experiment mit Lesser, der drei Tage die Woche in Frankenhain und zwei in Tambach-Dietharz trainiert, also aufging, gern würden die Frankenhainer ihn als ihren Fulltime-Trainer sehen. Unterstützung erhält Lesser vor allem durch Paul Böttner. "Paul hat an zwei Tagen das Training geleitet, kümmert sich um das ganze Drumherum wie das Wachsen und präpariert vor einem Wettkampf oft bis abends alles", dankte Eschrich. Mit ihm und Christopher Schwarz zeigen zwei junge Sportfreunde großes Engagement.
Dies legten viele Vereinsmitglieder auch an den Tag, als vor einem Jahr die Jugendherberge Gräfenroda übernommen wurde. Nun konnte Eschrich konstatieren: "Unser Konzept der Verbindung von Sport und Tourismus geht auf." Aufgehen soll auch jenes der Sommerbiathlonweltmeisterschaft vom 21. bis 27. September.
Die Aufgaben nehmen zu
Fünf Wettkampf-, zwei Trainingstage und eine Reihe Veranstaltungen im Umfeld gilt es zu organisieren. "Die Aufgaben für das Organisationskomitee werden jeden Tag ein bisschen mehr", sagt Eschrich. Er spricht von einer "großen Herausforderung" aber auch vom "größten Ereignis in der Vereinsgeschichte." Die Organisatoren wollen es genauso mit Bravour meistern wie die Athleten ihre zurück liegenden Wettkämpfe. Und mit Paul und Max Böttner sowie Marcel Bräutigam peilen drei Frankenhainer gar eine aktive Teilnahme an. Beim Anwintern im Herbst könnte es also wieder Grund zum Feiern geben.