EM-Sommerbiathlon Martell

Datum: Montag 25. Juli 2011 / Kategorie: Ergebnisdienst, Presse

v.l.n.r.: Marcel Bräutigam, Max Böttner, Steffen Jabin, Paul Böttner

 

Überraschung leider knapp verpasst.

Von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt, eine Bewerbung war im gesamten Vinschgau kaum zu finden, fanden am vergangenen Wochenende die Europameisterschaften im Cross-Biathlon statt. Auf der Anlage im Südtiroler Martelltal ermittelten Europas beste Sommerbiathleten im Sprint, Verfolgungsrennen und der Mixed-Staffel ihre Meister. Erfreulicherweise gehörten zum 13-köpfigen deutschen Aufgebot mit Steffen Jabin, Marcel Bräutigam sowie Paul und Max Böttner auch vier Sportler vom SV Eintracht Frankenhain. Auf der allein wegen der Höhenlage von 1700 Metern anspruchsvollen Strecke lief Steffen Jabin im Männersprint das Rennen seines Lebens. Mit nur zwei Strafrunden und lediglich 40 Sekunden Rückstand auf den Sieger belegte er einen viel umjubelten sechsten Platz. Die ersten vier Plätze gingen hier an Sportler aus Russland, welche in ihrer Heimat ähnliche Förderung genießen wie die Winterathleten. Aber auch Marcel und Paul enttäuschten keineswegs. Sie belegten die Ränge 14 und 17. Lediglich unser Junior  Max Böttner konnte seine gute Form aus dem Vorfeld nicht ganz bestätigen. Er „leistete“ sich zu viele Strafrunden und wurde am Ende 25. Beim Verfolgungsrennen am Samstag  galt es, die Platzierungen vom Vortag zu bestätigen bzw. zu verbessern. Zunächst schien dies Marcel Bräutigam auch zu gelingen. Er schob sich im Ziel auf Rang 10 nach vorn, kassierte aber aufgrund eines Regelverstoßes eine Zeitstrafe von 2 Minuten und fiel dadurch auf den 22.Platz zurück. Mit den Plätzen 16 und 23 zeigten sich Paul und Max Böttner leicht verbessert. Als Elfter einkommend konnte Steffen Jabin seine gute Ausgangsposition zwar  nicht ganz halten, war aber im Ziel immer noch bester Deutscher.
In der abschließenden Staffel durften mit Marcel und Steffen zwei Frankenhainer Athleten die deutschen Farben vertreten. Komplettiert wurde das Quartett von Thordis Arnold und Judith Wagner. Während Judith sich als Vierte beim Damensprint empfahl, holte sich Thordis zweimal Silber bei den Juniorinnen und somit die einzigen Medaillen für das Deutsche Team. Leider erfüllten sich die Hoffnungen auf eine weitere Medaille  nicht. Bei Temperaturen von 7 Grad und starkem, böigen Wind kam unsere Staffel auf dem „undankbaren“ vierten Platz ein. Insgesamt sechs Strafrunden und 21 Nachlader erwiesen sich letztlich als zu großes Handicap.